Neustart in Saint Jean Pied de Port

Nach dem entspannten Tag in Calais ging die Reise auch schon wieder weiter. Nächstes Zwischenziel war am 30.04.2022 erstmal Toulouse, da es nicht möglich war eine Verbindung bis zum eigentlichen Ziel: Saint Jean Pied de Port (kurz vor den Pyrenäen) zu bekommen.

Also erstmal 4h lang in den Zug bis nach Paris…

Alle Hunde die nicht in Transportboxen sind, müssen in Frankreich in öffentlichen Verkehrsmitteln offiziell Maulkorb tragen. Meine Erfahrung war allerdings deutlich entspannter. Hier hatte Piko einmalig den Maulkorb um. Später habe ich es anfänglich immer „vergessen“, aber interessiert hat das niemanden. Eine Pflicht also, die sehr locker genommen wird, wenn der Hund friedlich zu den Füßen seines Besitzers schläft. 😌

Weiter ging es dann Richtung Toulouse mit etwas längerer Umstiegszeit in Valence, welche wir ebenfalls wieder für eine Gassirunde genutzt haben. Da im näheren Umfeld des Bahnhofs (war übrigens dort wo der Eurotunnel nach England führt!) sehr viel Wiesenfläche war, konnte ich Piko auch etwas frei laufen lassen.

Bis zu dem Zeitpunkt als er einen Hasen entdeckt hat und sofort hinterher gerast ist, völlig egal, dass da noch eine Straße in der Nähe ist. Dieser Rabauke hat mir einen riesigen Schrecken eingejagt, aber glücklicherweise konnte ich ihn dank GPS Tracker orten und der Hase war auch nicht mehr auffindbar.

Blöd nur, dass wir aufgrund dieser Aktion dann tatsächlich um !1MINUTE! unseren Zug nach Toulouse verpasst haben…

Also musste ein neuer Plan her. Leider fuhr kein weiterer Zug mehr an diesem Tag Richtung Toulouse, aber die sehr netten französischen Bahnangestellten halfen mir dabei, mein Ticket für den nächsten Tag gültig zu erhalten, indem eine Nachricht darauf geschrieben wurde, so dass am nächsten Morgen der Kontrolleur mich trotzdem mitfahren lässt. Keine zusätzlichen Kosten. ☺️ Ich war zwar etwas mit den Nerven fertig an dem Tag, aber sehr dankbar für diese freundliche Hilfe. 👼

Und dann ging es morgens gegen 7 Uhr auch schon wieder weiter mit dem Zug nach Toulouse. Diesmal mit einem viel entspannteren Piko, da er den lästigen Maulkorb nicht tragen musste.

In Toulouse hieß es dann auch wieder, die Umstiegszeit überbrücken und auch wenn mir die Stadt als sehr sehenswert empfohlen wurde, blieb leider nur die Zeit für eine Gassirunde durch ein paar Parkanlagen und wenige Schnappschüsse:

Und dann endlich konnten wir zu unserer Endstation weiter fahren, ebenfalls mit Umstiegen (aber nur sehr kurze) in Bayonne und ab Cambo-les-Bains dann mit dem Bus nach Saint Jean Pied de Port.

Ab Bayonne habe ich dann auch schon die ersten Pilger entdecken können, welche ebenfalls den Camino Francés wandern werden und die ersten Gespräche sind entstanden.

Leider hat sich Pikos Freund 5 Tage später als sehr gemein und bissig herausgestellt. Ein Grund, weshalb ich mittlerweile keinen anderen Hund ohne Besitzer mehr an meinen heran lasse. Sobald ich jetzt einen frei laufenden Hund sehe, verscheuche ich ihn sehr hartnäckig mit meinen Trekkingstöcken, denn einen Piko mit Bisswunden, möchte ich nicht in Kauf nehmen müssen.

Nach ein wenig Suchen haben wir dann auch unsere Ferienwohnung für die nächsten Tage finden können: Pierre&Vacances Résidence Le Parc d’Arradoy. Hier können wir ein paar Tage ausspannen, bis mein Paket aus Deutschland ankommt…

Denn darin ist neue, leichtere Campingausrüstung für meinen nächsten Reiseplan: den Jakobsweg laufen, welcher von Frankreich bis Santiago de Compostela führt und etwa eine Länge von 800km hat. Warum ich das machen möchte, kann ich gar nicht genau erklären. Zu allererst ist mein Ziel ja erst einmal gleich geblieben: alle Landesgrenzen mit ca. 3-4 Tageswanderungen zu Fuß zu überqueren. Was ich hier auch tun würde, wenn ich „nur“ bis Pamplona wandern würde.

Aber irgendwie fühlt sich dieser Pilgergeist nach mehr an, ich habe wirklich das Gefühl bekommen, wenn man bis zum Ende läuft, passiert etwas großartiges in einem. So waren meine Gedanken. Ob ich dabei bleibe, wie weit ich komme und was unterwegs alles so passiert, folgt dann später im nächsten Reisebericht.

Hier sind jetzt noch ein paar Impressionen von den Pausetagen. Viel passiert ist nicht, abgesehen von Gassirunden, Sightseeing und der leider negativen Hundebegegnung.

Und dann war der Tag endlich gekommen: Paket ist da und ich bin meine gesamte Ausrüstung durchgegangen und habe nochmal aussortiert. Denn ich wollte ja nicht schon wieder nach 4 km aufgeben müssen.

Damit endet dieser Reisebericht. Über den unteren Button kommst du zurück zur Übersicht Unserer Reisen und kannst mehr von unseren anderen Erlebnissen lesen.

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